1.9. Antikriegstag:17.00 Uhr Kundgebung auf dem Berliner Platz Witten

Das Internationalistische Bündnis und AUF-Witten rufen zur Kundgebung auf. --- Antikriegstag 2021: Afghanistan - Die größte Niederlage der NATO seit dem Vietnamkrieg. Das steht sicherlich im Zentrum der Kundgebung. Im Aufruf der MLPD zum Antikriegstag heißt es dazu weiter:
1.9. Antikriegstag:17.00 Uhr Kundgebung auf dem Berliner Platz Witten

Demonstration in London am 21. August

Aufruf der MLPD zum Antikriegstag

Afghanistan-Desaster ist die größte Niederlage der NATO seit Vietnam! Nur noch Krisen – eine Lösung – Sozialismus!

Nach 20 Jahren Kriegseinsatz in Afghanistan mussten die imperialistischen Truppen der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten das Land verlassen. Das ist die größte Niederlage der NATO seit dem Vietnam-Krieg

 

Afghanistan-Desaster ist die größte Niederlage der NATO seit Vietnam! Nur noch Krisen – eine Lösung – Sozialismus! - Jetzt mit Flugblatt! Demonstration in London am 21. August (foto: Steve Eason_CC BY-NC2.jpg)

Dass die Bevölkerung in Afghanistan die ausländischen Truppen immer zu Recht als Besatzer betrachtet hat, ist der eigentliche Grund für den fluchtartigen Abzug der NATO-Truppen. Die ganzen Jahre über wurden diese Truppen von der Bevölkerung nicht akzeptiert, immer wieder gab es Proteste. Ohne Rückhalt mussten sie schließlich das Land verlassen.

 Es gelang den Taliban, sich unter einem Teil der Menschen in Afghanistan als Kraft zu profilieren, die sich gegen die imperialistische Besatzung wendet. Tatsächlich sind die Taliban eine faschistische, islamistisch verbrämte Kraft. Die NATO, allen voran die USA unter dem damaligen Präsidenten Trump, aber auch die deutsche Regierung, haben den Taliban zugleich mit Vereinbarungen in Doha/Katar den Weg geebnet. Das trug zum atemberaubenden Tempo des Vormarsches der faschistischen Taliban bei.

Zunehmender Widerstand

Völlig berechtigt gibt es jetzt zunehmend Widerstand und Proteste gegen die Taliban, vor allem von Jugendlichen und Frauen in verschiedenen Städten und Regionen wie Kabul, Khost, Dschalalabad oder Asadabad. Eine Vertreterin der afghanischen Frauenorganisation RAWA wendete sich gegen die Besatzung durch ausländische Armeen ebenso wie gegen die Taliban: Sie sagte beim Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste / MLPD in Hannover am 21. August auf die Frage, ob sie jetzt fliehen würden: „Nein, wir bleiben und kämpfen. Wir glauben an den Erfolg und werden mit dem afghanischen Volk gemeinsam kämpfen. Wir bitten alle Menschen in Deutschland, unseren revolutionären Kampf zu unterstützen.“

MLPD lehnt Auslandseinsätze der Bundeswehr ab

Die MLPD hat diesen Bundeswehr-Einsatz von Anfang an abgelehnt – genauso wie alle anderen imperialistischen Auslandseinsätze in inzwischen 18 Ländern.

  • Deutsche Truppen – raus aus dem Ausland! Sofort!
  • Schluss mit Waffenexporten an reaktionäre Regime!
  • Kampf der Rechtsentwicklung, Aufrüstung und Militarisierung der imperialistischen Staatsapparate!
  • Auflösung der NATO und der schnellen Einsatztruppen von EU und Bundeswehr!
  • Bundeswehr und Polizei - kein Ausweg für die Arbeiterjugend!

Bundesregierung: Reine Heuchelei

20 Jahre lang haben alle Bundesregierungen, von CDU/CSU über SPD, Grüne bis zur FDP diese imperialistische Besatzung mit organisiert und die Ergebnisse heuchlerisch gerechtfertigt. Man hätte dort angeblich die Rechte der Frauen verteidigt, Menschenrechte geschützt usw. Dabei ging es von Anfang an um geostrategische Interessen und Rohstoffe. Die deutsche Regierung hat auch monatelang trotz vieler Mahnungen keinen Finger gerührt, um Streiter für Frauen- und Menschenrechte vor den faschistischen Taliban zu schützen. Jetzt heuchelt die Bundesregierung ihre Abscheu vor islamistischen Sharia-Gerichten. Dabei hat sie, ebenso wie deutsche Monopole, keine Probleme, mit genauso finsteren Regimes in Saudi-Arabien oder im Iran zusammenzuarbeiten.

Bis in den August hinein Abschiebungen nach Afghanistan!

Afghanistan wurde von den Regierenden wider besseres Wissen als „sicheres Herkunftsland“ bezeichnet und noch bis in den August hinein wurden Abschiebungen nach Afghanistan vollzogen. Innenminister Seehofer wollte diese in seiner menschenverachtenden Gesinnung selbst dann nicht stoppen, als die Taliban schon voll auf dem Vormarsch waren. Die Hauptsorge von Laschet (CDU), Söder (CSU) und Scholz (SPD) nach dem Sieg der Taliban war, dass sich „2015 nicht wiederholen“ dürfe. Damals musste Merkel auf Druck der Bevölkerung zeitweise mehr Flüchtlinge aus Kriegsgebieten nach Deutschland kommen lassen. Die rechten Hetzer der AfD wettern sogar, dass jetzt Flüchtlinge auf unsere Kosten nach Deutschland kämen. Dabei war der deutsche Imperialismus war 20 Jahre lang daran beteiligt, Afghanistan zu zerbomben, mitverantwortlich für 240.000 Tote in dieser Zeit. Er hat maßgeblich an der Schaffung der Fluchtursachen mitgearbeitet.

Die MLPD tritt für das Recht auf Flucht und ein uneingeschränktes Asylrecht auf antifaschistischer Grundlage ein und hat zugleich höchsten Respekt vor allen fortschrittlichen, demokratischen und revolutionären Kräften, die sich entscheiden, im Land weiter zu kämpfen. Dauerhafter Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge!

Zwischenimperialistischer Konkurrenzkampf verschärft sich

Der Truppenabzug der USA war auch darin begründet, die militärischen Kräfte unmittelbarer auf den Kampf gegen das aufstrebende sozialimperialistische China und das neuimperialistische Russland zu konzentrieren. Das ist Ausdruck des sich verschärfenden zwischenimperialistischen Konkurrenzkampfes auch aufgrund der Weltwirtschafts- und Finanzkrise. Gleichzeitig wollen die westlichen Imperialisten weiter Zugriffsmöglichkeiten auf Kupfer oder Lithium in Afghanistan, weshalb sie alle jetzt betonen, man müsse mit den faschistischen Taliban verhandeln. Neue imperialistische Mächte wie China, Russland, die Türkei oder der Iran versuchen die Situation auszunutzen, um selbst ihren Einfluss in Afghanistan auszubauen. Die strategische Rivalität der Imperialisten verschärft sich und die Gefahr für den Weltfrieden wächst!

Selbstbefreiung der Völker - der einzig richtige Weg

Es gibt keinen anderen Weg als die Selbstbefreiung der Völker, als Teil des weltweiten Kampfes zur Befreiung von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung. Als Mitglied der revolutionären Weltorganisation ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) gilt diesem Befreiungskampf gerade am Antikriegstag unsere Solidarität.

Am 1. September, dem Antikriegstag und weltweiten ICOR-Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg:

 

  • Heraus für den Weltfrieden, konsequent gegen jede imperialistische Macht, ob USA, Russland, China oder den deutschen Imperialismus!
  • Solidarität mit dem Kampf des afghanischen Volkes für nationale und soziale Befreiung!
  • Unterstützt den Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus und imperialistischen Krieg!
  • Vorwärts zu den vereinigten sozialistischen Staaten der Welt!
  • Am 26. September sind Bundestagswahlen: Jede Stimme für die internationalistische Liste / MLPD ist eine Stimme für Frieden und gegen imperialistischen Krieg.