40 Jahre MLPD: Die revolutionäre Arbeiterpartei feiert Geburtstag

Am 20. Juni 1982 beschloss in Bochum der 1. Parteitag die Gründung der MLPD, der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. 1977 also vor 45 Jahren wurde die Parteigruppe Witten/Bochum vom Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD) gegründet und eine revolutionäre Arbeiterpolitik in Witten u.a. im Edelstahlwerk Witten begonnen. Ende 1982 - also ebenfalls vor 40 Jahren wurde eine Parteigruppe in Hattingen gegründet, die dort vor allem eine Arbeit bei der Thyssen-Henrichshütte aufnahm. Das ist ein hervorragender Anlass den erfolgreichen Parteiaufbau zu feiern.
40 Jahre MLPD: Die revolutionäre Arbeiterpartei feiert Geburtstag

MLPD wir 40 Jahre

Mit Stolz und großer Freude wird die MLPD ihr 40-jähriges Bestehen vom 26.  bis 28.  August 2022 rund um das Willi-Dickhut-Haus in Gelsenkirchen feiern. Zur Lenin-Statue vor der Parteizentrale der MLPD gesellt sich dann das Denkmal von Karl Marx.

Der Kreisverband Ennepe-Ruhr wird am Freitag 19.8. ab 18.00 Uhr in Witten eine warm up Feier zum 45. Jahr des Parteiaufbaus in Witten und 40 Jahr in Hattingen machen und lädt ab 18.00 Uhr in den Treff International, Bahnhofstr. 70 ein.

Damit pflegt die MLPD keine rückwärtsgerichtete Erinnerungskultur. Die beiden Namensgeber Karl Marx und Wladimir I. Lenin vor der Parteizentrale sind Ansporn und Verpflichtung, auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus ihre Aufgaben als revolutionäre Arbeiterpartei in der heutigen Zeit zu erfüllen. Herzlichen Glückwunsch an alle Freunde, Genossinnen und Genossen der MLPD!

Sorgfältig vorbereitete Parteigründung

Vom 17. bis 20. Juni 1982 zog der 5. Zentrale Delegiertentag des Kommunistischen Arbeiterbunds Deutschlands Bilanz über die 14-jährige Vorbereitungsphase der Parteigründung. Im Unterschied zu zahlreichen überstürzten und untauglichen Gründungen selbsternannter „revolutionärer“ Organisationen und Parteien, die kleinbürgerlich und von einem entsprechenden Führungsanspruch geprägt waren, nahm der KABD die Vorbereitung der Parteigründung sehr ernst. Man muss sich die Situation damals vorstellen. Der Verrat am Sozialismus in der Sowjetunion und der DDR nach dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 war eine Katastrophe für die Arbeiter weltweit. Die Kontrolle über die verantwortlichen Führer in Partei, Wirtschaft und Staat hatte nicht ausgereicht, das Problem des gesetzmäßigen Vordringens der kleinbürgerlichen Denkweise gerade in der Bürokratie war noch nicht ausreichend erkannt. Eine neue Ausbeuterklasse übernahm die Macht, die Kommunistische Weltbewegung zerfiel. Und das, wo die materiellen Voraussetzungen für den Sozialismus weiter heranreiften. Das musste kritisiert, daraus mussten Lehren gezogen werden! Viele waren entmutigt. Willi Dickhut nicht. Ohne revolutionäre Partei kann die Arbeiterklasse ihren Freiheitskampf nicht gewinnen, machte er sich und anderen klar. Und nahm zusammen mit zunächst wenigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern den Neuaufbau einer revolutionären Arbeiterpartei in Deutschland in Angriff. Heute, 40 Jahre später, ist die MLPD eine feste Größe des politischen Lebens in Deutschland und tragende Kraft der revolutionären Weltorganisation ICOR.

Gestützt auf die Kritik von Mao Zedong am revisionisischen Verrat des Sozialismus wies Willi Dickhut nach, dass eine revolutionäre Partei in Deutschland neu aufgebaut werden muss. So entstanden die ersten Ausgaben der Schriftenreihe Revolutionärer Weg, dem theoretischen Organ der MLPD. Die vorausschauende theoretische Arbeit war von Beginn an Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal im Parteiaufbau der MLPD. Heute ist sie unter Leitung von Stefan Engel quantitativ und qualitativ auf höchstem Niveau entwickelt. Sie ist wesentlicher Garant dafür, dass die MLPD in den komplizierten Zeiten klaren Kurs hält. Für die Arbeiter und die Massen in Deutschland ist diese Orientierung unabdingbar.

In dialektischer Einheit von Theorie und Praxis, einem weiteren unerschütterlichen Markenzeichen des Parteiaufbaus der MLPD, wurden weitere Grundlagen geschaffen: Praktische Erfahrungen im Klassenkampf, konzentriert auf die Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft; Organisationsaufbau in den wichtigsten Städten und Betrieben; Gewinnung vieler Mitglieder; Aufbau einer Zentralen Kontrollkommission. Und: Die Heranbildung von Menschen, die eine führende Rolle in der Partei neuen Typs spielen konnten. Kader entscheiden alles!

Ein unvergessliches Erlebnis

Die Genossin Irene Brandt, heute 85 Jahre alt, nahm am Gründungsparteitag teil und erinnert sich: "Mir ist erst im Laufe der Jahre richtig klar geworden, dass bei der Parteigründung bereits die wesentlichen Grundzüge, die wesentlichen Elemente bestimmt wurden, die wir einzuhalten und weiterzuentwickeln hatten, um für die kommenden Anforderungen aus dem Klassenkampf gewappnet zu sein und im Parteiaufbau klaren Kurs halten zu können. Man denke beispielsweise nur an die bedeutende Rolle des Kampfs um die Denkweise in unserer Parteigeschichte! Willi Dickhut hat uns nicht zufällig auf dem Gründungsparteitag in einem nachdrücklichen Redebeitrag mit auf dem Weg gegeben, daran festzuhalten. Mir hat sich darüber hinaus ganz besonders in die Erinnerung eingebrannt, wie sich im Vorfeld und auf dem Gründungsparteitag selbst eine Kraft entfaltete, die ich so bis dahin nicht erlebt hatte: die Kraft der innerparteilichen Demokratie im Rahmen des demokratischen Zentralismus, dem Organisationsprinzip der MLPD. Die gesamte Organisation bearbeitete z. B. den Entwurf des Parteiprogramms mit einer solchen Akribie und Schöpferkraft, dass weit über tausend Anträge zustande kamen. Das setzte sich fort in der sorgfältigen kollektiven Vorbereitung unserer Delegation auf den Parteitag selbst, einschließlich der organisatorischen Details. Und schließlich in der überwältigenden Atmosphäre auf dem Parteitag, als wir über das Programm, den treffendsten Parteinamen und alle anderen Dokumente Beschluss fassten." Den kompletten Beitrag kann man hier lesen

Stefan Engel prägte die MLPD maßgeblich

Stefan Engel wurde als erster Parteivositzender gewählt und war dies 37 Jahre lang. Zuvor war er bereits, als gelernter Schlosser und mit erst 25 Jahren, Vorsitzender des KABD geworden. Er prägte die MLPD entscheidend und bis heute. Herausragend und beispielhaft ist seine enge Verbindung mit den Massen, vor allem den Arbeitern. Vieles, was jungen Genossinnen und Genossen heute an der MLPD selbstverständlich ist, hat Stefan Engel persönlich miterlernt, mitentwickelt, durchgekämpft und verallgemeinert. Er hat sich mit seinem unerschütterlichen Willen, seiner eisernen Disziplin, seinem Rückgrat und seiner Geradlinigkeit sowie seiner Bereitschaft und Fähigkeit, aus allem und von jedem zu lernen, zu einem führenden Theoretiker und praktischen Vorkämpfer der internationalen sozialistischen Revolution entwickelt. Er hat den proletarischen Stil der MLPD geprägt. In bedeutenden Kämpfen wie dem Streik in Rheinhausen, dem Bergarbeiterstreik 1997 oder dem Kampf der Opelaner war er gefragter Berater. Herausragend wichtig ist ihm, dass die Genossinnen und Genossen der MLPD ihren eigenen Kopf gebrauchen. Ganz besonders schlägt sein Herz für die Jugend.

Die MLPD erringt im Gegenwind gesamtgesellschaftliche Bedeutung

Drei Monate nach der Parteigründung wurde Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt. Die MLPD führte den Kampf gegen den Bonner Rechtsblock aus CDU/CSU und FDP und den im Auftrag der Monopole geplanten Sozialabbau. In der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Atomraketen auf bundesdeutschem Boden wurde sie aktiv und wirkte gezielt in Betrieben und Gewerkschaften. Gegen den Einfluss der revisionistischen DKP, die mit über 40 000 Mitgliedern damals ihre größte Blüte hatte, vertrat sie die revolutionäre Linie zur Frage Krieg und Frieden. Oft wurden MLPD-Mitglieder beschimpft und verlacht, wenn sie das bürokratisch-kapitalistische System der Sowjetunion als Koloss auf tönernen Füßen bezeichneten. Keine neun Jahre später erfolgte sein Zusammenbruch – und mit ihm der Bank­rott der DKP!

Die MLPD weitete ihre Tätigkeit systematisch auf neue Kampflinien aus und konzentrierte sich dabei weiter auf die Arbeit unter dem Industrieproletariat. Sie steht für die Förderung und Organisierung der bedeutendsten Arbeiterkämpfe in der BRD: den Massenstreiks für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich 1983, den Kampf der Stahlarbeiter von Rheinhausen Ende der 1980er Jahre oder für den zehn Jahre dauernden unbeugsamen Kampf der Bochumer Opelaner gegen die bereits im Jahr 2000 beschlossene Schließung des Werkes. Ihren maßgeblichen Beitrag zum Aufbau der kämpferischen Frauenbewegung, der Bewegung zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft, der Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!" konnte und kann die MLPD auch deswegen leisten, weil sie sich weltanschaulich gründlich damit auseinandergesetzt hat, statt nur vordergründung auf politische Ereignisse zu reagieren.

Alle Erfolge der MLPD sind hart erkämpfte Erfolge, so die Überwindung der aufgezwungenen relativen Isolierung. Immer wieder ist sie antikommunistischen Attacken ausgesetzt, die sie aber nie in die Defensive brachten, sondern zu offensiven Initiativen und Kampagnen zur Bewusstseinsbildung, Information und aktiven Einbeziehung der Öffentlichkeit genutzt wurden.

Stolz auf die Parteikultur und den erfolgreichen Generationswechsel

Besonders stolz sind die Mitglieder der MLPD darauf, wie in Theorie und Praxis aus dem revisionistischen Verrat schöpferisch gelernt wurde und wird. Es ist so wichtig, mit welcher Denkweise die führenden Genossinnen und Genossen ihre Arbeit machen: selbstlos für den Befreiungskampf der Arbeiter oder mit Geltungsdrang und Führungsanspruch? Darüber wird in der MLPD freimütig gesprochen und proletarische Kontrolle und Selbstkontrolle sind keine Worthülsen, sondern Errungenschaften voller Leben. Vorausschauend wie in der theoretischen Arbeit hat die MLPD auch den Generationswechsel gestaltet. Stefan Engel übergab den Parteivorsitz 2017 an Gabi Fechtner.

Eine Situation wie heute hat noch niemand von uns erlebt

Seit dem 24. Februar 2022 tobt mitten in Europa ein imperialistischer Krieg zwischen dem neuimperialistischen Russland und der Ukraine, hinter der der Block der westlichen Imperialisten steht. Dieser Krieg hat eine offene Weltkrise ausgelöst. Eine Phase der beschleunigten Destabilisierung des imperialistischen Weltsystems ist eingetreten. Die MLPD arbeitet mit voller Kraft am Aufbau einer Front gegen die Weltkriegsvorbereitung durch fast alle Imperialisten. Bereits zweimal in der Geschichte wurden Weltkriege durch Revolutionen bzw. unter Führung der Roten Armee beendet und die Kräfte des Sozialismus gingen erheblich gestärkt daraus hervor. Aktiver Widerstand kann einen Dritten Weltkrieg verhindern. Wir sagen mit der ICOR: "Wir nehmen die Herausforderung an, diese Situation zu nutzen für die Vorbereitung der Sozialistischen Weltrevolution." Wieder leistet die MLPD einen wesentlichen Beitrag für die notwendige weltanschauliche Klärung: Am Mittwoch erscheint dazu auf Rote Fahne News die neue Beilage zur Roten Fahne "Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems."

Und so wird 40 Jahre MLPD gefeiert

26. bis 28. August 2022 um das Willi-Dickhut-Haus in Gelsenkirchen

 

  • Enthüllung der Marx-Statue
  • Ausstellung
  • Essen & Trinken
  • Veranstaltungen mit ZK-Vertretern
  • Konzert „30 Jahre Jugendverband REBELL“
  • Kultur
  • Tag der Offenen Tür im Verlag Neuer Weg
  • Stände
  • Musikalische Reise durch 40 Jahre MLPD
  • Filmvorführungen
  • Programm für die ganze Familie
MLPD Ennepe-Ruhr
  • Kontakt über:
  • Heinz Vöhringer
  • Voedestrasse 32
  • 58455 Witten
  • Tel.: 02302/1691458
  • e-mail: witten@mlpd.de

  • Jakobus Fröhlich
  • Königsteiner Strasse 18b
  • 45529 Hattingen
  • Tel.: 02324/53139