Der Lohnverzichtsvertrag bei DEW ist Trickbetrug!

Achim Czylwick nimmt zur Entwicklung bei den Deutschen Edelstahlwerken (DEW) Stellung ----- Liebe Kolleginnen und Kollegen, von einigen Kollegen aus dem DEW - Stahlwerk in Witten wurde ich in den letzten Tagen zu meiner Meinung zum „Restrukturierungstarifvertrag“ angesprochen. Dieser Vertrag fällt in die Kategorie eines erfolgreichen Trickbetrugs. Ein Abbau von ca. 10 Prozent der Belegschaft in allem DEW-Betrieben, fehlendes Urlaubs- und halbes Weihnachtsgeld für 2 Jahre sind nicht nur für euch riesige Einschränkungen, es hat auch für Witten und die Region große Auswirkungen. Eine Klausel für weitere Anpassungsmaßnahmen kündigt zudem noch weitere Angriffe auf eure Existenz an.

Über eure Köpfe hinweg wurde der Vertrag von der IG Metall gebilligt, ihr konntet darüber nicht abstimmen. Holger Lorek vom IG Metall-Vorstand rechtfertigt den Vertrag weil es um das „Überleben des Unternehmens“ gehe wegen den Arbeitsplätze. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Gesichert werden die Profite, darum geht es immer im Kapitalismus. Euer „Überleben“ hängt dann davon ab wie viel Arbeitsplätze dafür erhalten bleiben. Das Unternehmen kann mit dem Vertrag die Lohnsumme reduzieren und darf zudem Arbeitsplätze vernichten. So oder so, ihr zahlt allein die Zeche.

SwissSteel als Eigner der DEW ist im internationalen Konkurrenzkampf um den Edelstahlmarkt zurückgefallen. Um sich in diesem Konkurrenzkampf zu rüsten greifen sie eure hart erkämpften tarifliche Erfolge an. Der Konzern hat eure Arbeitskraft wie eine Ware eingekauft und ihr Preis wird in Lohn ausgedrückt. Je billiger diese "Ware Arbeitskraft" ist, je mehr Profit gibt es. Hier liegt das eigentliche Motiv für SwissSteel
für den sogenannten Restrukturierungstarifvertrag.

Kündigung oder Lohnverlust ist nicht die Alternative!

Die Alternative zu diesem Vertrag ist der Kampf um die Löhne und um jeden Arbeitsplatz. Das verlangt die volle gewerkschaftliche und selbständige Kampfkraft von euch. Im einheitlichen Kampf um Lohn und Arbeitszeit liegt die Stärke und eine echte Macht. Erst in so einem Kampf habt ihr überhaupt eine Chance was zu erreichen.

Die Macht der Arbeiter das ist ihre Einheit, ihr Klassenstandpunkt, ihre Zahl, das sagte schon Karl Marx.

Einige sagen: „eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2022 ist doch erst mal gut“. Doch das ist ein Muster ohne Wert. Zum einen fallen 400 Stellung Stellen weg. Zum anderen steht diese "Garantie" nur auf dem Papier. Aber vor allem, was ist danach? Der Konkurrenzkampf geht weiter - wie weit also soll die Erpressung noch gehen?

Es ist überhaupt das dümmste Argument, dass Unternehmen Arbeitsplätze schaffen um der Arbeitsplätze willen. Wenn das stimmen würde, dann müssten sie ja die Forderung nach 30 Stundenwoche bei vollen Lohnausgleich unterstützen um so die vorhandene Arbeit auf Kosten ihre Profite zu verteilen.

Der Kapitalismus will mit der Ausbeutung der Arbeitskraft Profite machen, da ist es ganz praktisch für kurze Zeit unverbindliche  Beschäftigungsgarantien abzugeben, die nichts kosten, aber eine Lohnsenkung einbringt und mit dem Segen der IG Metall 10 Prozent der Belegschaft abzubauen.

Eine Kernforderung der Internationalistischen Liste/MLPD ist die

30-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich

als 6-h-Tag von Montag bis Freitag.

Andere sagen: „Ihr immer mit eurem Kampf ... das klappt doch nicht...“. Stellt euch den BVB oder Schalke vor, wenn sie so an das nächste Spiel gehen. Nein - erst wenn entschlossen gekämpft wird, kann man Siege erreichen wie nie zuvor.

Also Brust raus und Kopf hoch!

Für den gemeinsamen Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten ist die MLPD seit Jahren in vielen Großbetrieben ein verlässlicher Berater, Partner und gegenseitiger Förderer der Solidarität.

Dazu stehe ich euch auch als Bundestagswahlkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD in unserem Wahlkreis gerne zur Seite.

Mit solidarischen Grüßen
Achim Czylwick

Erklärung zum Download:

http://www.mlpd.de:8094/kreis_en/erklaerung-achim-czylwick-zu-dew/at_download/file

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