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Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei DEW im Kampf um ihre Löhne und Arbeitsplätze!

Schon am 15. Juni hat die MLPD in Witten in einem Flyer - der vor den Toren von DEW in Witten verteilt wurde - ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem Kampf der Kolleginnen und Kollegen von DEW ausgesprochen. In dem Flyer wird ausgeführt:
Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei DEW im Kampf um ihre Löhne und Arbeitsplätze!

Warnstreik Frühjahr 2019

Am 21. Mai 2020 wurde bekannt, dass die Geschäftsführung weitere Angriffe auf das Urlaubsgeld der DEW-Beschäftigten plant. Schon 2017 und 2018 wurde ihnen die Jahressonderzahlung nicht ausgezahlt, ohne
dass sie bis heute auch nur einen Cent davon wieder gesehen haben. Auch damals wurde der „Beitrag der Belegschaft“ als unabweichlich für die „Rettung des Konzern“ verkauft. Im Februar diesen Jahres wurde der Abbau von 270 Arbeitsplätzen angekündigt und zwischenzeitlich auch damit begonnen, bisherige „Leichtarbeitsplätze“ in der Waschkaue und Pförtner... out zu sourcen, Leiharbeiter abzumelden und  Zeitarbeitsverträge teilweise nicht zu übernehmen. Nun wird sogar eine mögliche Insolvenz ins Gespräch gebracht um erneut die Belegschaft zum Lohnverzicht zu erpressen sowie zur kampflosen Aufgabe von Arbeitsplätzen zu bewegen.

In einer „Information der Geschäftsführung“ vom 12. Juni 2020 an die „lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ bestätigt sie dass „Kurzarbeit und Maßnahmen zum Personalabbau weiterhin unausweichlich“ sind.

 „Es reicht! Wir sind nicht bereit weiter zu verzichten und wollen unser Urlaubsgeld!“
Das war eine klare Ansage der Vertrauensleute auf dem öffentlichen Vertrauensleutetreffen am 10. Juni 2020 vor dem Gewerkschaftshaus in Witten und ein wichtiger Auftakt für den weiteren Kampf!
Was sind die Hintergründe dieser tiefen Krise des Konzerns und warum werden sie verschwiegen?
Aus der Diskussion wird vollständig die 2018 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise ausgeklammert. Diese hat sich in der Zwischenzeit zur tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise überhaupt in der
Geschichte des Kapitalismus entwickelt. Schmolz + Bickenbach als Anteilseigner von DEW hat sich in den letzten Jahren stark verkalkuliert. Der Kauf des französischen Acso-Werk 2018 sollte ihren Marktanteil im Edelstahlbereich voranbringen, was sich aber als vollständiger Flop erwiesen hat. Der mörderische Konkurrenzkampf in der EdelstahlBranche
zwingt die Konzerne mehr aus den Kollegen heraus zu pressen. Im
Krisenabschwung in der Autoindustrie ist die Auftragslage im Bereich der Zulieferung für Bleche weitgehend zusammen gebrochen. Im Werk Siegen, die Edelstahl- Schmelzen für die AutoIndustrie machen wird schon seit Ende letzten Jahres Kurzarbeit gefahren. Die Wittener Schmelzen gehen hauptsächlich in die Anlagen-Industrie wo zwischenzeitlich ebenfalls der Absatz eingebrochen ist. Vorsicht auch von falschen Parolen wenn, wie im Stahlwerk die Meinung rum ging, die Wittener müssten den Siegenern den "Arsch retten". Solche Meinungen spalten und schächen unsere gemeinsame Kampfkraft.
Es ist eine Krise des kapitalistischen Profitsystems.
Davon lenkt es ab. Es greift aber auch zu kurz, wenn vom Betriebsrat und der IGM-Ortsverwaltung vor allem Missmanagement und Untätigkeit angeprangert wird.
Die Corona-Krise soll nun her halten, die Situation für eine Umstrukturierung des Konzerns zu nutzen und die Auswirkungen auf die Beschäftigen abzuwälzen.
Warum also sollen die Kolleginnen und Kollegen die Krise des Konzerns bezahlen?
In den nächsten Monaten wird mit der Entwicklung der Weltwirtschaftskrise und der Corona-Krise noch einiges mehr auf uns zukommen. Im ZF-Werk in Witten sollen in diesem Jahr mindestens 100 Arbeitsplätze vernichtet werden. Bei ThyssenKrupp sind weitere
20.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Auch eine Reihe von Wittener Betrieben ist in Kurzarbeit und ein weiterer Abbau der Arbeitsplätze ist nicht ausgeschlossen. Was das ganze für Witten heißt ist noch nicht abzusehen.

So oder so steht der gemeinsame Kampf um jeden Arbeitsplatz auf der Tagesordnung! Die MLPD steht dabei verlässlich an eurer Seite.
Es ist richtig und notwendig den Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten aufzunehmen!
Wir zahlen nicht für Eure Krise !