Umweltkampftag 2020 Für die Rettung der Umwelt auf die Straße!

Aus der heutigen kämpferischen Kundgebung des Internationalistischen Bündnis Ennepe-Ruhr in Witten, dokumentieren wir den Beitrag von Achim Czylwick:

Entschlossen gegen die drohende Umweltkatastrophe kämpfen – Die Zeit drängt!

Immer mehr Menschen sind sich darüber klar, dass die Zerstörung der Umwelt aufhören muss.

Allein in der dramatischen Klimaerwärmung sehen hierzulande 69 Prozent eine „große Bedrohung“.

 Und doch geht die Umweltbewegung nicht richtig voran.

 Die Bedrohung unserer Lebensgrundlage ist weiter gestiegen, die Erderwärmung seit Beginn des Industriezeitalters bereits um 1,2 Grad im Durchschnitt gestiegen.

Die Folge sind u.a.: gewaltige Wirbelstürme, Extremregen, Dürrekatastrophen, Eisschmelzen.

 Die Gretchenfrage für einen konsequenten Umweltkampf ist daher die:

Kann man die Umwelt mit den Verursachern der drohendem Katastrophe retten, mit den großen Konzernen mit den Spekulanten an der Börse?

Das wird uns jedenfalls von diesen Herren suggeriert und diese Hoffnung haben nicht wenige in der Umweltbewegung übernommen.

Auch der UN-Generalsekretr Antonio Guterres geht von dieser Hoffnung aus: „Entweder stehen wir zusammen oder wir sind dem Untergang geweiht.“

Doch der Glaube an die angebliche Vereinbarkeit von kapitalistischer Ökonomie mit der Rettung der Umwelt, beruht allein auf der Hoffnung, die Kapitalisten zu überzeugen, anders als bisher zu produzieren. Sie würden das schon einsehen, wenn sie erkennen auch dann „ihr“ Geld zu verdienen.

Das heißt aber, an der Profitwirtschaft soll nichts geändert werden und damit wird es beim Prozess der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bleiben.

Die Kapitalisten „verdienen“ doch kein Geld mit Produktionsverfahren und seien sie noch so grün, die Profite kommen aus der Ausbeutung von Mensch und Natur. Ihre Gewinne steigen mit dem Grad der Ausbeutung.

• Mit der Zerstörung der Ozonschicht durch billige FCKW-Ersatzstoffe,

• Mit der beschleunigten Vernichtung der Wälder, wie derzeit besonders an der Zerstörung des Regenwalds in Brasilien, Indonesien und Kongo für Biospritplantagen und billigem Industrieöl

• Das Bejubeln der Eisschmelze, weil neue Seeschifffahrtsrouten entstehen,

• dass umkippender Weltmeere, weil sie als billige Müllkippe missbraucht werden

• die Zerstörung der regionalen Ökosysteme und das dramatische Artensterben durch Versiegelung der Böden,

• die Vermüllung, Vergiftung und Verschmutzung unseres Planten durch Kohlkraftwerke, Atommüll und Plastikberge all das ist untrennbar mit der heutigen kapitalistischen Produktionsweise verbunden.

Müllvermeidung, Plastikverbot, regenerative Energie sind alles notwendige Reformen, aber eben keine Lösung der Hauptursachen der drohenden Katastrophe. Diese und andere Reformen sind nur dann eine Schritt zur Lösung, wenn der Umweltkampf mit der entscheidenden Stoßrichtung gegen die Profitwirtschaft und ihre Überwindung verbunden wird.

Darauf muss sich die Umweltbewegung verständigen.

Für mich liegt die Lösung der Umweltfrage im Sozialismus. Ich verlange nicht von jedem Umweltkämpfer, dass er das genauso sieht.

Aber ich erwarte doch die Einsicht, dass es mit dem Kapitalismus nur in den Untergang gehen wird und es um neue gesellschaftlicheLösungen geht.

Der Umweltkampf muss auch ein gesellschaftsverändernder Kampf sein, weil nur auf Grundlage eines neuen Paradigma in der gesellschaftlichen Produktion, nämlich in Übereinstimmung mit der

Natur zu leben und zu arbeiten, für uns auf diesen Planeten eine Zukunft bietet.