Witten und Hattingen - Aktiv im Kampf um den Weltfrieden!

In Witten und Hattingen fanden in den letzten 2 Tagen mehrere unterschiedliche Kundgebungen anlässlich des Antikriegstags statt. Während die DGB-Kundgebung in Witten letztlich nur mahnte und mit langen ermüdenden Auszügen aus einen Buch "Warum ich zur Hitlerjugend ging" weitgehend die aktuell gestiegene Weltkriegsgefahr verharmloste, wurden bei anderen kämpferischen Kundgebungen aktiv zum Kampf um den Weltfrieden aufgerufen. Berichte aus Witten und Hattingen:

Witten

Rotfüchse hatten Schilder zum Antikriegstag gemalt

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und viele weitere Zuhörer auf dem Berliner Platz folgten der kämpferischen Kundgebung des Internationalistischen Bündnis Ennepe-Ruhr und AUF-Witten

"Gegen Faschismus, Rassismus und Krieg!"

Eine breitere und gemeinsame Kundgebung hatte der DGB abgelehnt und am Vortag eine Mahnveranstaltung gemacht, an der 70 Menschen teilnahmen. Dagegen bezogen sich die rund zehn Redebeiträge am offenen Mikrofon auf die heutige Situation und die Anforderungen an den Friedenkampf und vor allem des Kampfes gegen die faschistische Gefahr und positionierten sich klar. Es sind nicht nur die aktuellen weltweiten Kriegsherde, sondern auch der verstärkte internationale Konkurrenzkampf unter den internationalen Übermonopolen, die in ihrer tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise vor allem jeweilige nationale Intereressen fördern, was die Kriegsgefahr noch enorm erhöht.

Dagegen muss der Aufbau einer breiten weltweiten antiimperialististischen Einheitsfront gefördert werden. Ein Beitrag griff die faschistische Politik von  Erdogan in der Türkei an, die letzte Woche zum Tod der Rechtsanwältin Ebru Timtik führte, die nach 238 Tagen Hungerstreik an den Folgen verstorben war. Ihr ging es im Widerstand zur türkischen faschistischen Regierung um ein faires Verfahren, das ihr (und anderen Gefangenen) aber versagt wurde.

Die Unterstützung der Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!" ist eine weitere wichtige Aufgabe zur Schaffung einer breiten Einheit im antifaschistischen, antirassistischen und im Friedenskampf, wie ein Beitrag forderte. Eine Kollegin, die auf dem Platz für die Integrationswahlen am 13. September warb, nutzte das offene Mikrofon und forderte die Stärkung der Interessen der Migranten in der Stadt. Ein Beitrag nahm die soziale Demogogie und den faschistoiden Charakter der AfD als Wegfbereiterin des Faschismus auseinander und rief dazu auf, bei den Wahlen konsequent antifaschistisch und zukunfstorientiert zu wählen.

Die Rotfüchse in Witten hatten extra für den Antikriegstag Schilder gemalt, die vorgestellt wurden.

Hattingen

Würdiges und kämpferisches Gedenken

Mit über 50 Antifaschistinnen und Antifaschisten eines breiten linken Spektrums kamen mehr als in den Vorjahren und unter sorgfältigem Corona-Schutz zum traditionellen Antikriegstags-Gedenken der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper.

Die Rede des VVN-BdA-Sprechers NRW, Falk Mikosch aus Düsseldorf, nahm engagiert vor allem Bezug auf den Buchenwald-Schwur, nicht zu ruhen, bis der Faschismus samt seinen Wurzeln im herrschenden System besiegt ist. Die Antikriegs- und antifaschistischen Lieder das Sängers und Gitarristen Simon Sandmann – vor allem „Die Moorsoldaten“ - gingen unter die Haut. Die Tafel „Gib Antikommunismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus keine Chance!“ erregte Interesse und wurde wiederholt fotografiert. Ein Stadtrat der Hattinger Linkspartei unterschrieb als Unterstützer der Bewegung.